FIDLEG und FINIG: Neue Regulierung für Vermögensverwalter und Trustees

Das Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG und das Finanzinstitutsgesetz FINIG regeln zukünftig die Bewilligungspflichten für Vermögensverwalter und Trustees in der Schweiz. Ebenfalls werden darin Vorschriften zur Dienstleistungserbringung festgesetzt. Das Gesetzespaket ist ein Step-Up, um dem veränderten Marktumfeld und den veränderten gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Um im internationalen Umfeld auf Akzeptanz zu stossen, sind in FIDLEG und FINIG bewusst starke Parallelen zu MiFID II gezogen.

Die wesentlichen Neuerungen im Vermögensverwaltungs- und Trusteesektor sind die Festsetzung von Verhaltensregeln auf Gesetzesstufe, neue Anforderungen an die Compliance-Strukturen sowie die Geschäftsführung, obligatorische finanzielle Sicherheiten sowie ein neues Aufsichtsregime mit zwingender FINMA-Bewilligung.

Das Gesetzesprojekt wurde von Anfang an kontrovers behandelt und hat die aktuelle, tragbare Form erst unter intensivem Mitwirken von VQF und andern Marktverbänden im parlamentarischen Prozess angenommen. Dabei konnten auch wesentliche Ausnahmen, wie etwa für bestimmte Tätigkeiten von Treuhändern oder von Anwälten und Notaren eingebracht werden. Das Gesetzespaket wurde am 15. Juni 2017 vom Parlament beschlossen.

Das Inkrafttreten von FIDLEG & FINIG wird auf den 1. Januar 2020 erwartet. Dabei profitieren Mitglieder einer SRO nach GwG von extensiven Übergangsvorschriften, so dass sich ein Anschluss eines neuen Unternehmens an eine SRO wie den VQF vor dem 1. Januar 2020 klar lohnt.

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Weiterführende Informationen finden Sie zudem auf der Website des EFD.

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